Die 5 besten Tipps für Ihre SEO-Strategie

Haben Sie schon einmal auf die zweite Seite der Google-Suchergebnisse geklickt? Wohl kaum, denn ganze 99,1 % der organischen Klicks erfolgen auf die ersten 10 Platzierungen. Davon entfallen wiederum allein rund 60 % auf das bestplatzierte Ergebnis und immerhin noch etwas weniger als 16 Prozent auf Platz zwei. Schon allein deswegen gilt es für Sie, der Suchmaschinenoptimierung (SEO) viel Aufmerksamkeit zu widmen. Doch wie genau schaffen Sie es, bei Google auf den Top-Platzierungen zu ranken? Wir erklären, was Suchmaschinenoptimierung bedeutet, und geben Ihnen gleich die fünf besten Tipps für eine gelungene SEO-Strategie.

Warum SEO überhaupt wichtig ist, untermauern einige interessante Zahlen:

  • 73 % des Website-Traffics kommen über die organische Suche auf Ihre Seite
  • 55 % des Umsatzes werden über Organic Traffic erzeugt
  • Nur 30 % des Umsatzes entstehen durch E-Mail-, Display-Marketing und Empfehlungen.

Klares Ziel für die SEO-Strategie festlegen

Bevor wir uns den Tipps widmen, seien einige wichtige Gedanken erläutert. Denn zwischen Suchmaschinenoptimierung im Business-to-Customer- (B2C) und Business-to-Business-Bereich (B2B) gibt es einige zentrale Unterschiede. So werden im B2C-Bereich Kunden über Google auf die Website geleitet, um hier direkt ein Produkt verkaufen zu können − das klappt im B2B nicht ganz so schnell. Hier überdenken potenzielle Kunden ihre Entscheidungen länger und lassen sich je nach Branche vorher beraten. Ziel Ihrer SEO-Maßnahmen sollte es folglich sein, ein Telefonat zu vereinbaren, Informationsmaterial versenden zu dürfen oder den Kunden anderweitig zur Kontaktaufnahme zu bewegen.
Beachten Sie auch, dass sich der Google-Suchmaschinen-Algorithmus ständig verändert. Es reicht also nicht, einmalig in die Erarbeitung einer SEO-Strategie zu investieren, sondern Sie werden auch in Zukunft gefordert sein, diese Strategie zu pflegen.
Heute kommt es Google vor allem darauf an, dass Sie erkennbare und messbare Inhalte für Ihre Kunden schaffen. Das bedeutet, dass Sie einen ausgewogenen Mix an Bildern, Videos, Statistiken und Fließtexten schaffen müssen. Zusätzlich bietet es sich an, bestimmte Keywords einzurichten und zu pflegen, was uns direkt zu unserem ersten Tipp bringt!

Tipp 1: Keyword-Strategie optimieren

Die Analyse und Suche von Keywords muss noch vor der eigentlichen Inhaltserstellung erfolgen. Im B2B-Bereich hat es sich dabei als hilfreich erwiesen, nicht mit einzelnen Keywords zu arbeiten, sondern Phrasen zu verwenden. Daraus ergeben sich zwei Vorteile:

  1. Wer nach ganzen Phrasen bzw. Sätzen sucht, hat eine klare Suchintention.
  2. Die zu produzierenden Inhalte lassen sich genauer auf die Fragestellung abstimmen.

Generell ist diese Strategie auch bei B2C-Kunden anwendbar. Doch suchen klassische Consumer nach breiter aufgestellten Themen und Schlagworten.
Sucht Ihr Kunde beispielsweise nach dem Stichwort Kredit, kann damit viel gemeint sein: Sucht der Nutzer nach einer Definition für den Begriff? Möchte er einen Kredit aufnehmen? Soll ein Kreditvergleich durchgeführt werden? Natürlich können Sie einen allgemeinen Text zum Thema Kredite verfassen, die Absprungraten wären aber vermutlich hoch, was wiederum das Google-Ranking verringert. Sucht der Nutzer hingegen nach „Kredit zur kurzfristigen Unternehmensfinanzierung“ ist es deutlich leichter, ihm entsprechende Inhalte mit hoher Qualität bereitzustellen.

Tipp 2: Schaffen Sie Inhalte!

Nachdem Sie die Website einer Keyword-Analyse unterzogen haben, und Ihr Kunde Sie sofort bei Google findet, müssen als zweiter Schritt Inhalte mit Mehrwert für den Kunden stehen. Hierbei handelt es sich um den zentralen Bestandteil einer jeden SEO-Strategie. Doch wodurch zeichnet sich hochwertiger Content aus?

  • Er beschäftigt sich exakt mit der Suchintention des Nutzers.
  • Es findet sich ein Mix aus Bildern, Text und Videos auf der Website.
  • Beiträge wurden auf Basis von Hintergrundwissen verfasst.
  • Zahlen können jederzeit belegt werden.
  • Texte sind gut scanbar, enthalten Zwischenüberschriften, Listen, Absätze und andere optische Auflockerungen.

Sofern sich im Unternehmen keine ausreichenden Ressourcen für die Content-Erstellung befinden, kann die Produktion qualitativ hochwertiger Inhalte auch ausgelagert werden. Dann muss jedoch eine enge Abstimmung mit der Agentur oder dem freiberuflichen Partner erfolgen, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Tipp 3: AIDA-Prinzip bei Title und Meta-Description

Meta und Title sind zwei der wichtigsten Elemente, um in der Google-Suche weit vorne zu landen und Traffic zu erzielen. Als Title ist der Linktext zu bezeichnen, der bei der Google-Suche erscheint. Er ist sozusagen die Überschrift in der Google-Suche. Die Meta-Description steht unter dem Title bzw. der URL der Website und beschreibt knapp den Inhalt, der den Nutzer erwartet. Dabei haben Sie für den Title maximal 56 und bei der Meta-Description rund 160 Zeichen Platz, um den Nutzer zu überzeugen. Daher gilt es hier unbedingt, das AIDA-Prinzip anzuwenden. Als Beispiel dient die folgende Suchanfrage eines B2B-Kunden: „Logo erstellen lassen“:

  • Attention: Wecken Sie die Aufmerksamkeit des Nutzers: „Ihr individuelles Logo günstig erstellen lassen!“
  • Interest: Haben Sie die Aufmerksamkeit, dann reizen Sie das Interesse des Nutzers. Verwenden Sie Sonderzeichen wie einen Haken oder listen Sie die Vorteile Ihres Unternehmens auf: „Jahrelange Erfahrung ✔ Über 1.000 zufriedene Kunden ✔“.
  • Desire: Nachdem Sie sich der Aufmerksamkeit und dem Interesse gewiss sein können, müssen Sie nun das Verlangen hervorrufen, Ihr Produkt zu nutzen. Das erreichen Sie, indem Sie exakt das Bedürfnis Ihres Kunden befriedigen. In diesem Beispiel: Das Erstellen eines individuellen Logos zu einem unschlagbaren Preis.
  • Action: Den Abschluss bildet der Call-to-Action: „Jetzt kostenlose Beratung anfordern!“ Zwingen Sie den Nutzer zu einer Interaktion, und er gehört ganz Ihnen.

Wichtig ist es, dass das Keyword sowohl im Title als auch in der Meta-Description vorkommt. Beim Title hat es sich bewährt, den Unternehmensnamen zur Stärkung der Markenpräsenz einzubringen: „Professionelles Logo erstellen lassen – jetzt bei ABC Marketing“.
An dieser Stelle noch ein Tipp aus der Redaktion: Sind Meta oder Title zu lang, werden sie von Google abgeschnitten. Damit gehen wichtige Informationen für den Nutzer verloren. Um das zu vermeiden, können Tools wie „SERP Snippet Optimization Tool“ verwendet werden. Nach Eingabe von Title und Meta erstellen diese Tools automatisch eine Vorschau für Ihre bei Google abgebildeten Suchergebnisse.

Tipp 4: Benutzerfreundlichkeit erhöhen

Der Nutzer ist dank einer klaren Keyword-Strategie, hochwertigen Inhalten und einer klickstarken Meta-Description auf Ihrer Seite gelandet. Und jetzt?
Nachdem der potenzielle Kunde den Artikel gelesen hat, sollte er solange wie möglich auf der Website gehalten werden. Dafür sorgen gut strukturierte Menüs und Header, die weitere Informationen bereithalten. Auf einen Blick muss der Nutzer erkennen, was ihn auf Ihrer Website erwartet.
Zur Veranschaulichung empfehlen wir Ihnen, die folgenden Webseiten-Auftritte miteinander zu vergleichen und zu überlegen, auf welcher Seite sich potentielle Kunden besser zurechtfinden. Beide sind norddeutsche Medien-Agenturen und bedienen einen sehr ähnlichen Kundenpool: Jung von Matt und Herrlich Media.

Tipp 5: Auf dem Laufenden bleiben

SEO verändert sich beinahe täglich. Sie sollten sich also regelmäßig über Trends in der Branche informieren und vor allem Ihre Rankings mit gängigen SEO-Tools überprüfen. Nur durch einen solchen Monitoring-Prozess ist es möglich, direkt auf mögliche Änderungen zu reagieren. Zwei Beispiele für solche Tools sind:

  • Sistrix: Über Sistrix sind Ranking-Daten von über 35 Millionen Keywords abrufbar. Zudem können alle wichtigen SEO-Kennzahlen wie etwa die Suchanfragen oder Werbekosten angezeigt werden. Derzeit gilt Sistrix als das bekannteste und größte SEO-Tool, allerdings zahlen Nutzer pro Monat eine Gebühr für die Nutzung.
  • Xovi: Xovi ist ein direkter Konkurrent von Sistrix und bietet generell ähnliche Dienstleistungen an. Allerdings ist Xovi etwas günstiger, dafür ist die Keyword-Datenbank kleiner.

Fazit: SEO ist ein zentrales Element der Marketing-Strategie

SEO ist mehr als das bloße Ranking bei Google, es sorgt für nachhaltig höhere Umsätze und Vorteile bei der Kundenakquise. Da nur die Top-Platzierungen zu bestimmten Suchbegriffen angeklickt werden, müssen Sie mit Ihrer Website im Ranking möglichst weit oben stehen. Wie das geht? Analysieren Sie Ihre Zielgruppe. Sorgen Sie dafür, dass Sie zu den richtigen Keywords gefunden werden. Schaffen Sie Inhalte mit Mehrwert. Sorgen Sie für eine hohe Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website und bilden Sie sich weiter. Wenn Sie diese 5 SEO-Tipps konsequent umsetzen, sorgen Sie für ein hohes und nachhaltiges Google-Ranking Ihrer Website. Worauf warten Sie? Werden Sie zum SEO-Profi und lassen Sie sich von Ihren Kunden finden.