4 Millennials-Vorurteile, von denen Sie lernen können

„Generation Y“ und „Millennials“ sind nur zwei Bezeichnungen für die Generation, der ich mich mit Ihnen widmen will. Sie ist die am besten erforschte Altersgruppe und die, der die meisten Vorurteile anhaften. Ich möchte Ihnen diese Vorurteile nicht ausreden. Ganz im Gegenteil: Ich sage Ihnen, dass Sie oft im Recht sind. Doch ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie aus den Verhaltensweisen dieser Generation ganz persönliche und unternehmerische Vorteile ziehen können!

Wer ist die „Generation Y“?

Als „Millennials“ oder „Generation Y“ werden die Jahrgänge 1980 bis 2000 bezeichnet. Die jungen Erwachsenen sind gekennzeichnet durch ihr Aufwachsen mit der rasanten Technologieentwicklung. Viele hatten bereits in der Jugend Zugang zu technischen Geräten, dem Internet und später zu Smartphones. Dies schuf eine gewisse Intuitivität bei der Nutzung technischer Geräte, Dienstleistungen und Informationsquellen. Weiterhin schreibt man dieser Generation die Rückkehr zur Gemeinschaftlichkeit, eine allgemein offene Weltsicht und einen hohen individuellen Anspruch in Berufs- und Privatleben zu. Die Welt steht ihnen offen und das Überangebot sorgt dafür, dass sie es sich leisten können. Die Generation bringt aber auch negative Eigenschaften mit: So sagt man diesen Jahrgängen häufig Arbeitsfaulheit, fehlende soziale Fähigkeiten, den fehlenden Respekt vor dem Unternehmen, bei dem sie angestellt sind oder Selbstbezogenheit nach. All diese Dinge kommen nicht von ungefähr! So sagt z. B. jeder dritte Kleinunternehmer der vorangehenden Generationen vor 1980, dass sich die Jahrgänge zwischen 1980 und 2000 erhaben fühlen und sich für etwas Besonderes halten.

Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit, und erkunden Sie gemeinsam mit mir die wichtigsten Vorurteile gegenüber „Millennials“. Denn manche Voreingenommenheit entpuppt sich schnell als Vorteil, den es zu übernehmen lohnt.

  1. „Die jungen Menschen verlassen sich viel zu sehr auf Technik!“
    Eines ist ganz klar: Die ganze Zeit am Smartphone zu spielen und sich ablenken zu lassen, ist absolut falsch. Aber Millennials sind mit der heutigen Technik großgeworden. Sich in neue Tools oder in neue, technische Geräte einzuarbeiten, fällt ihnen nicht schwer. Und sie bringen etwas mit, was Sie sich dringend aneignen sollten: Sie haben keine Angst vor Technik. Die Bank of America bewies: 77 % der befragten Kleinunternehmer, welche der „Generation Y“ angehören, sagten aus, dass die Nutzung der vielen Technik ihnen das Gefühl gibt, alles unter Kontrolle zu haben. Dagegen nutzen die älteren Jahrgänge Technik lieber, um sich eine bessere Work-Life-Balance zu verschaffen, trauen ihr aber nicht zu, den Arbeitsalltag zu vereinfachen oder fühlen sich schnell von ihr überfordert.
    Dabei bietet Technologie einige Möglichkeiten: Technische Lösungen können immer zum finanziellen Erfolg beitragen. Das beginnt bei der Mitarbeitermotivation und endet bei der Buchhaltung. Tools wie Peoplegoal erlauben es Ihnen, persönliche Ziele zu setzen. Machen Sie daraus einen Anreiz für Ihre Mitarbeiter: Diejenigen, die ihre Ziele erreichen oder Projekte beenden, erhalten zum Ende des Monats eine kleine Aufmerksamkeit. Das trägt letztendlich auch zu einem gesunden, gemeinschaftlichen Klima unter Ihren Mitarbeitern bei: sie fühlen sich von Ihnen wahrgenommen, und Sie können zeigen, dass gute Arbeit erkannt und belohnt wird. Es gibt unbegrenzte Möglichkeiten − nutzen Sie diese ruhig, und steigern Sie die Effektivität Ihres Unternehmens.

  2. „Die jungen Menschen haben keinen Respekt gegenüber dem Unternehmen, dass sie beschäftigt.“
    Das Wichtigste voran: Millennials haben großen Respekt vor Führungspersönlichkeiten und dem Unternehmen, für das sie arbeiten. Doch es verhält sich so: Junge Arbeiter sind hungriger als die vorangegangenen Generationen. Wenn Sie einem fähigen Millennial nicht nach ein bis zwei Jahren Weiterbildungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten aufzeigen, obwohl er gute Arbeit leistet, sucht dieser sich ein Unternehmen, in dem er für größere Aufgaben gebraucht wird. So ergab eine weltweite Studie von Deloitte Folgendes: 90 % der Millennials, die planen, in ihrem Unternehmen länger als 5 Jahre zu bleiben, gaben „sinnvolle Aufgaben“ und „Aufstiegsmöglichkeiten“ als Gründe für ihre Zufriedenheit an.
    Die kommende Generation von Arbeitnehmern sucht nach Erfüllung im Beruf. Diese erhalten sie durch persönliche Wertschätzung, fordernde Aufgaben, freundschaftliche Verhältnisse zu Kollegen. Das Geld muss zwar stimmen, aber es ist schon lange nicht mehr der Maßstab, an denen die Jugend ihre Lebensqualität bemisst.
    Haben Sie also vor, die Talente in Ihrer Firma zu halten, dann gewöhnen Sie sich dringend an, Ihren Angestellten regelmäßig die Möglichkeit zu geben, sich zu beweisen. Honorieren Sie erfolgreiche Arbeiten und sorgen Sie für Wertschätzung unter den Mitarbeitern, sonst fühlen sich diese schnell unzureichend.

  3. „Die jungen Menschen sind völlig unzuverlässig!“
    Junge Menschen gehen große Risiken ein und sind sprunghaft − könnte man meinen. Doch es ist bei weitem nicht so einfach zu erklären. Zuerst ist es wichtig, die Denkmuster dieser Generation zu verstehen: sie haben die Wirtschaftskrise miterlebt, als sie gerade ins Leben starten wollten. Unbezahlte Praktika oder das Wegfallen von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen waren die Folge.
    Das zeigte, dass es richtig ist, sich immer einen Plan B, C oder sogar D zurechtzulegen. Sich nicht auf eine Aussage, auf eine Karriere festzulegen sorgt für Sorgenfreiheit. Denn klappt eine Anstellung nicht, heißt es nicht gleich aufgeben. Dann wählt man den alternativen Weg. Vor allem die StartUp Gründer von heute haben sich dies zu Herzen genommen und haben immer mindestens zwei alternative Wege, die man im Problemfall beschreiten kann zur Hand. So haben Gründer immer größere Probleme, einen klassischen Bankkredit zu erhalten und suchen sich Finanzierungsalternativen.
    Factoring ist eine dieser Möglichkeiten. Dabei geben Sie als Kunde Ihre offenen Rechnungen an einen Factoring-Dienstleister ab. Dieser zahlt Ihnen wiederum die offenen Beträge aus, sodass Sie sofort liquide Mittel zur Verfügung haben. Anschließend übernimmt der Factoring-Dienstleister das warten für Sie und wickelt den gesamten Prozess für Sie ab. Firmen, wie FLEX Payment bieten dabei Online-Factoring an. Das bedeutet, dass alle Daten digitalisiert versendet werden. Das spart Zeit und ermöglicht es Ihnen, Ihren Cashflow schneller abzusichern.

  4. „Die jungen Menschen sind arbeitsfaul!“
    Das Vorurteil Arbeitsfaulheit lässt sich sehr einfach widerlegen: So lag die durchschnittliche Arbeitszeit 1992 wie auch 2014 bei durchschnittlich 41 Stunden pro Woche. Dass „Millennials“ nicht hart arbeiten können oder wollen, ist schlichtweg nicht richtig.
    Der Eindruck entsteht deshalb, weil die junge Generation einen deutlich größeren Wert auf persönliche Entfaltung, freundschaftliche und familiäre Erfüllung und körperlichen Ausgleich legt.
    Dieses Verhalten ist deutlich gesünder als eine 60-Stunden-Woche ohne entsprechenden Ausgleich. Auch die Statistik zeigt: Burn-out-Erkrankungen nehmen mit steigender Altersklasse drastisch zu: So wurden 2015 im Durchschnitt nur 508 Krankheitstage bei 20- bis 34-Jährigen, dagegen aber 895 Krankheitstage bei 35- bis 54-Jährigen (Generation „Babyboomer“) pro 1000 Krankenkassenmitgliedern gemeldet − ein Plus von fast 59 %.
    Wenn Sie also in diesem Fall von den „Millennials“ lernen wollen, dann das: Nehmen Sie sich mehr Zeit für sich selbst, Ihre Familie und Ihr Privatleben. Niemand zwingt Sie, Ihre eigene körperliche und geistige Gesundheit zu riskieren. Zudem bewies die OECD, dass ab einem Input von 50 Wochenstunden, die Produktivität einer Person drastisch sinkt.

Fazit:

Die „Generation Y“ bringt viele Eigenschaften mit sich, die auf den ersten Blick schnell als Faulheit, Selbstbezogenheit, Unzuverlässigkeit oder Illoyalität verkannt werden. Der Blick auf die Beweggründe, Denk- und Arbeitsweisen dieser Altersgruppen ist jedoch von elementarer Bedeutung für die Zukunft Ihres Unternehmens. Egal, ob Sie als Arbeitgeber attraktiv sein wollen, als Selbstständiger nach vertrauensvollen Partnern suchen oder auf der Suche nach Expertenmeinungen sind: Die kommende Generation wird über kurz oder lang Ihr Ansprechpartner sein. Daher empfiehlt es sich, bereits heute die Vorurteile beiseitezulegen und besser noch: ihre Vorteile zu erkennen und zu nutzen.