Diese 9 Dinge sollten Sie bis Jahresende erledigen

Was Sie im Bereich Steuern und Finanzwesen noch vor Jahresende erledigen sollten

Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, gibt es einige Dinge, die Sie unbedingt noch erledigen sollten. Gerade in den Bereichen Finanzwesen, Steuern und Management ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Rückblick und Ausblick. Hinzu kommen Deadlines, die Sie nicht verpassen sollten.

  1. Buchhalter- und Steuerberater-Termin. Für viele Entscheidungen ist das der erste Schritt, denn beide sind mit Finanzen und Kennzahlen Ihres Unternehmens vertraut und können bei Steuer- und Finanzierungsentscheidungen zum Jahresende kompetent beraten. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um alle Fragen rund um Finanzen und Steuerthemen gründlich besprechen zu können. Dabei ist ein möglicher Weg, zuerst die Performance des zu Ende gehenden Jahres selbst zu beschreiben und sie dann vom Buchhalter oder Steuerberater aus Sicht der Zahlen schildern zu lassen. Ein Vergleich beider Sichtweisen liefert wertvolle Hinweise und Entscheidungshilfen. So können Langzeitziele aufgestellt bzw. die bisherigen Schritte zu deren Erreichung evaluiert und die des kommenden Jahres geplant werden. Weitere Themen können sein: Steuervorteile maximieren, strategisches Timing von Käufen und Verkäufen, Rechnungsstellung und Inkasso. Steuer−Endspurt: 20 Steuertipps zum Jahresende

  2. Marketing und Kommunikation an Feiertagen. Viele lassen es spätestens ab Weihnachten ruhiger angehen, vielleicht macht Ihr Geschäft sogar Betriebsurlaub? Aber die Wirtschaft ruht nie, viele Kunden nutzen die freie Zeit für Erledigungen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihr Marketing auch an Weihnachten, Neujahr und den Tagen dazwischen arbeitet. Hierbei kann Automatisierung ihre Umsetzung optimieren. Stellen Sie außerdem die Kundenzufriedenheit während der Feiertage sicher. Ist gewährleistet, dass Anfragen und Beschwerden zeitnah und nicht erst in der ersten Januarwoche beantwortet werden? Falls nicht, wird es Zeit, das zu organisieren.

  3. Wachstumsziel. Wo soll Ihr Unternehmen in drei Jahren stehen? Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen. Passt die Finanzstruktur zu den Zielen? Wie ist das Geschäft derzeit strukturiert und ist diese Struktur optimal, um Risiken zu minimieren, Wachstum zu erzeugen, dabei finanziell stabil zu sein und die Ziele im Blick zu behalten? Wichtigste Frage dabei: Wie gut klappt das Arbeiten mit der aktuellen Struktur? Alles, was nicht optimal gelaufen ist in den vergangenen zwölf Monaten, sollte auf Verbesserungspotenzial untersucht werden. Die Strukturveränderung zu Anbruch des neuen Geschäftsjahres lässt einen klaren Schnitt und frischen Neuanfang zu.

  4. Steuerbelege sortieren und organisieren. Lästig, aber nötig. Optimal ist, die Steuerbelege über das fortlaufende Jahr zu managen. Falls dies nicht geschehen ist, nehmen Sie sich jetzt die Zeit, um Ordnung und am Jahresende einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu schaffen. Dabei sollten monatliche Finanzausweise erstellt und dokumentiert werden, das ist nicht nur für den eigenen Überblick nötig, sondern auch für das Finanzamt. Steuerlich absetzbare Beträge sollten natürlich sofort entsprechend erfasst werden. Selbstständige mit Vorsteuerabzug: am Jahresende alle Rechnungen überprüfen
    Tipp: Unterlagen lassen sich mit elektronischen Systemen übersichtlich managen. Bevor Sie sich für eines entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass es mit den Systemen Ihres Steuerbüros kompatibel ist, denn die manuelle Anpassung kann einige hundert Euro kosten. Sehr weit verbreitet ist die Datev-Schnittstelle.

  5. Rechnungsabgrenzung. Sie können Steuerzahlungen und Einkommen optimieren, indem Sie Rechnung vor oder nach dem 31. Dezember stellen. Was optimal ist, hängt vom Geschäftsverlauf des abgelaufenen Jahres sowie dem voraussichtlichen Verlauf des kommenden ab. Wer noch in diesem Jahr seine Steuerkosten senken möchte, sollte Rechnungen in das nächste verschieben. Achtung: Verzögerungen der Einnahmen können im kommenden Jahr eine höhere Steuerklasse bedeuten, das Für und Wider muss gründlich abgewogen werden. So drücken Selbstständige ihre Steuerlast

  6. Last-Minute-Anschaffungen. Hier gilt Punkt 5 analog: Wenn 2016 Clash Flow und Gewinn hoch waren, vielleicht gar höher als erwartet, ist es wahrscheinlich sinnvoll, Anschaffungen noch vor dem 31. Dezember zu tätigen. Denn sie wirken sich dann für 2016 steuermindernd aus. Den gleichen Zweck kann eine Spende für wohltätige Zwecke erfüllen und noch dazu Marketing-Potenzial eröffnen. Dem Thema „Social Giving“ widmet sich der nächste Blogbeitrag am 18. Dezember.

  7. Ruhestandsfinanzierung überprüfen. So wie das Geschäft sollte auch die private Vorsorge einem jährlichen Check unterzogen werden. Wie hat sich das Einkommen im aktuellen Steuerjahr entwickelt und wie wird es sich im kommenden verändern? Passt das Einkommen noch zu den bisherigen Vorsorge-Produkten für den Ruhestand? Bringt es steuerliche Vorteile, mehr zurückzulegen? Kümmern Sie Sich um Ihre persönliche Absicherung.

  8. Boni. Denken Sie über Möglichkeiten nach, Ihre Angestellten zu belohnen. Wenn es ein richtiges Performance-Programm gibt, sollten jetzt die Bewertungen der Mitarbeiter durchgeführt werden, um festzustellen, ob und wie sie ihre gesetzten Ziele erreicht haben. Auch individuelle Bewertungen und Beurteilungen sollten jetzt vorgenommen werden. Mitarbeiter können auf Basis der Unternehmenserfolge oder nach der individuellen Performance beurteilt werden. Perfekt ist es, beides zu kombinieren. Boni – egal ob in Geldform oder als Sachmittel – wertschätzen Ihre Mitarbeiter und sorgen für einen Motivations-Boost für das neue Jahr.

  9. Feiern! Vergessen Sie nicht, Ihre geschäftlichen Erfolge zu feiern – mit Kunden und Mitarbeitern. Selbst wenn das Jahr schwierig war, gibt es auch immer gute Nachrichten, die Sie teilen und feiern können. Um die Feier noch mehr zu genießen, die Kosten sind steuerlich absetzbar.

Fazit

Wer sich jetzt um diese neun Punkte kümmert, kann das alte Geschäftsjahr 2016 ad acta legen und ist bereit für einen neuen, frischen Start am 1. Januar. Das neue Jahr startet aufgeräumt und ohne alte Belastungen, ungeklärte Fragen oder notwendige Umstrukturierungen.