Mobil bezahlen - ganz ohne Bargeld.

Neue, moderne Zahlungsverkehrsmethoden für steigende und sofortige Liquidität

„Wachstum können Finanzdienstleister beinahe nur noch im Markt für Bezahlsysteme erwarten, wo die Digitalisierung stetig voranschreitet“, sagt Andreas Pratz, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Digital Payments Teams. Die Unternehmensberatung hat in ihrer Studie „Cashing in on Cashless Commerce“ den europäischen Markt für mobiles Bezahlen (mobile payment) untersucht. Bargeldloses Zahlen wird laut A.T. Kearney immer beliebter: Seit 2010 betrage das jährliche Wachstum sechs Prozent.

Deutschland holt auf

Deutschland hinkt hinterher, holt aber auf: Die Deutschen zahlen demnach nur 55-mal pro Jahr mit einer Karte, Norweger dagegen 400-mal jährlich. A.T. Kearney ist dennoch optimistisch: „Europaweit erwarten wir, dass sich die Anzahl der Transaktionen ohne Bargeld bis 2025 auf knapp 238 Milliarden verdoppeln wird“, sagt Andreas Pratz. „In Deutschland rechnen wir mit einem überdurchschnittlichen Wachstum der Kartenzahlungen um 7 bis 8 Prozent“, ergänzt Mischa Koller, Manager bei A.T. Kearney. Auch eine repräsentative Befragung europäischer Verbraucher durch die Bank ING-Diba zeigt, dass mobiles Bezahlen zunimmt. Und dass die Deutschen zwar zurückhaltender sind als die Spitzenreiter, aber doch nahe am europäischen Durchschnitt liegen. Laut einer Visa-Studie nutzen in Deutschland bereits 59 Prozent der Verbraucher digitales Bezahlen, 40 Prozent von ihnen überweisen so Geld an ihr persönliches Umfeld und 38 Prozent bezahlte damit online bestellte Mahlzeiten, berichtet das Bank-Blog.

Entscheidend: Zugang zu Informationen

Der laut A.T. Kearney wichtigste Umbruch sind der Zugang zum Konto für Dritte, also für andere außer Kontoinhaber und Bank. Ab 2018 sind solche Drittanbieter berechtigt, Zugang zu Kontoinformationen zu bekommen, und können dann auch Überweisungen im Namen des Kontoinhabers veranlassen. 32 Prozent der von A.T. Kearney befragten Experten sehen darin die entscheidende Veränderung. Mobile Wallets (mobile digitale Geldbörsen, etwa im Smartphone) und Instant Payment (elektronische Bezahlung in weniger als fünf Sekunden) werden den Markt am stärksten verändern.

Diese Systeme funktionieren bereits, nicht mehr oder bald

  • PayPal ist der Klassiker, den viele von Ebay kennen. Der Service wird vor allem für kleine und mittlere Beträge eingesetzt, häufig beim Online-Shopping oder -Spenden. PayPal ist als reiner Transaktionsdienstleister eine Art Treuhänder, der als virtuelles Konto den Kontakt zwischen Empfänger und Sender von Geldbeträgen herstellt. Das Bezahlen ist kostenlos, für die Zahlung reichen nach der Registrierung E-Mail-Adresse und Passwort. Seit 2015 ist PayPal ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen.
  • ApplePay wurde von dem Telekommunikationskonzern 2014 eingeführt und arbeitet mit der Nahbereichsfunktechnik NFC in Verbindung mit einer App. Auch per Apple-Smartwatch sind Zahlungen möglich. Seit Sommer 2015 ist der Dienst in Großbritannien verfügbar, seit Sommer 2016 in der Schweiz, Frankreich und Hong-Kong.
  • paydirekt wird seit 2014 durch rund 40 deutsche Banken und Sparkassen entwickelt und ist seit Sommer 2015 freigeschaltet. Es handelt sich um eine Zusatzfunktion des Girokontos, wer den Dienst nutzen will, braucht ein Konto bei einer teilnehmenden Bank. Nach Freischaltung wird per Nutzername und Passwort bezahlt, auch das TAN-Verfahren kommt zum Einsatz, für unterwegs gibt es eine App.
  • Kwitt führen die deutschen Sparkassen Ende 2016 in ihre Banking-App ein. Es ist eine mobile Bezahlfunktion, die für Beträge unter 30 Euro ohne TAN funktioniert und so die mobile Nutzung stark erleichtert. Es sollen auch Zahlungen von Handy zu Handy möglich werden. Die deutschen Genossenschaftsbanken testen so eine Funktion für ihre App noch und wollen sie 2017 einführen.
  • Giropay wurde 2006 von der Postbank und weiteren Partnern gegründet und ähnelt PayPal, Sender legitimieren sich mit Name und Passwort oder PIN und TAN und brauchen als Voraussetzung ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank. Bei Beträgen bis 30 Euro ist seit 2016 Bezahlen ebenfalls ohne TAN möglich.
  • SOFORT Überweisung ist ein unechtes Vorkasse-System, bei dem Händler zwar keine echte Vorauszahlung vor Lieferung erhalten, aber eine Zahlungsbestätigung. Damit der Dienstleister die geben kann, muss der Nutzer ihm zuvor per Online-PIN Zugriff auf das Konto geben – ein Punkt, der für Kritik sorgt, denn die meisten Banken werten eine solche Weitergabe der Zugriffsdaten als Verletzung der Sorgfaltspflicht. Kunden verlieren so u.U. ihren Schutz bei Missbrauch.
  • Prepaid Kreditkarten mit einem zuvor aufgebuchten Guthaben bieten sowohl VISA als auch MasterCard und American Express an. Wenn die Karten mit NFC-Technologie ausgestattet sind, können sie auch unkompliziert mobil und kontaktlos eingesetzt werden.
  • LexwarePay war eine Verbindung zwischen Kartenzahlung und Smartphone bzw. Tablet. Der 2014 gestartete Dienst wurde 2016 eingestellt. Weitere längst wieder eingestellte Online-Bezahlmöglichkeiten sind u.a. Yapital vom Otto-Konzern, ClickandBuy von der Telekom oder Mpass von Vodafone und O2.

Fazit

Auch in der deutschen Fintech-Szene kursieren Konzepte für das mobile Zahlen. FLEX Payment setzt auf einen eigenen Weg: Durch die hohe Transparenz in der digitalen Ökonomie und zusätzliche, liquiditätsbezogene Daten bietet FLEX Payment als onlinebasierter Rechnungsbegleichungsservice die sofortige Auszahlung der Rechnungssumme für erbrachte Leistungen. So lässt sich die eigene Liquidität gewährleisten, Cash Management und Liquiditätssteuerung lassen sich optimieren.